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By Paul Veyne

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Was schließlich die Autoren des Thrillers betrifft, so fanden sie zweifellos Gefallen daran, die Feinde der Wahrheit im Höllenfeuer schmoren zu sehen. Man könnte ihnen den Vorwurf machen, mit ihrer Erfindung eines Gottes der Liebe, der die Hölle hervorbringt, eine unstimmige Figur geschaffen zu haben. ), und nun denke man sich dies alles von Heiligkeit durchdrungen. Kann man mehr verlan gen? Der Hauptgrund dieses Erfolgs liegt freilich anderswo. » als vielmehr «Gott liebt dich». Die Motive der Bekehrung waren erhabener und vornehmer als bloße Todesfurcht.

Nebenbei gesagt: Es ist nicht der Monotheismus, der eine Religion zweifelhaft macht, sondern der Imperialismus ihrer Wahrheit). Die Originalität des Christentums liegt nicht in seinem angeblichen Monotheismus, sondern in der Riesenhaftigkeit seines Gottes, des Schöpfers von Himmel und Erde. Dies bewirkt einen Gigantismus, der den heidnischen Göttern fremd war. Er geht auf den Gott des Alten Testamentes zurück: Dieser ist so groß, dass er trotz seines Anthropomorphismus (der Mensch konnte nach seinem Ebenbild geschaffen werden) ein metaphysischer Gott werden konnte.

Man muss bereits bekehrt sein, schon an Gott glauben und ihn lieben, um seinem Wort über das Jenseits Glauben zu schenken. Andererseits zirkulierten zur Entstehungszeit des Christentums in der heidnischen Welt schon seit mehr als einem Jahrtausend unzählige Lehren und Legenden über das Jenseits oder die Unsterblichkeit der Seele. Die Menschen waren davon beeindruckt,[20] und im Unterschied zu uns heute wollten sie nicht darauf verzichten, darüber etwas Genaueres zu erfahren. Das Jenseits war damals ein Problem, mit dem man sich bereits zu Lebzeiten auseinandersetzte und das folglich als Motiv für Bekehrungen infrage kam.

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